Vielfalt in der Gemeinschaft

Aktuelles

„Wir pfeifen drauf“: Gemeinsam gegen das Geräusch im Ohr

Christine Salzgeber, Leiterin der Selbsthilfegruppe ECHO

Mit dem Begriff „Tinnitus“ bezeichnet die medizinische Fachsprache Geräusche, die man gemeinhin „Ohrgeräusche“, „Ohrensausen“ oder „Ohrenklingeln“ nennt. Das unangenehme Geräusch im Ohr kann unterschiedliche Ursachen haben und belastet stark das alltägliche Leben. Resignation, Stress und Angst sind die Folge.

Die Behandlung oder Heilung des Tinnitus und sonstiger Hörbeeinträchtigungen ist schwieriger als es sich der Patient wünscht oder es manche Werbung suggeriert. Dabei ist das Verständnis dieses Symptoms bereits ein erster Schritt in Richtung Gesundheit.

Die Selbsthilfegruppe ECHO möchte Betroffenen die Möglichkeit bieten, sich untereinander auszutauschen und Erfahrungen zu sammeln. Die Nähe untereinander hilft dabei, sich aus der Isolation zu befreien, kann Ängste lösen und Mut machen. Bei den monatlichen Treffen unter der Leitung von Christine Salzgeber (Foto) lernt die Gruppe, den Tinnitus anzunehmen und mit dem Symptom besser umzugehen. Dabei helfen auch gemeinsame Entspannungs- und Konzentrationsübungen.

Zudem möchte die Selbsthilfegruppe in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfekontaktstelle der Germeringer Insel in Zukunft auch ergänzende Referate von Fachleuten zum Thema anbieten.

Das nächste Treffen der Gruppe findet am 25. April um 18.30 Uhr in der Germeringer Insel im „Zenja“, Planegger Str. 9, statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung bei der Selbsthilfekontaktstelle der Germeringer Insel, Tel. 089/8405358 oder per E-Mail: info@germeringerinsel.de, gebeten.

Vorsorge treffen mit Vollmacht und Verfügungen

Rechtsanwalt Walter Hylek

Rund 50 Besucher*innen kamen vergangene Woche zur Vortragsveranstaltung  „Gut versorgt mit Vollmachten und Verfügungen“, die in Kooperation mit dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe im Deutschen Sparkassen und Giroverband  im Zenja-Saal des Mehrgenerationenhauses stattfand.

Rechtsanwalt Walter Hylek (Foto) behandelte das komplexe Thema ausführlich und ging dabei immer auf die zahlreichen Fragen der Zuhörer*innen ein. Nach einer Einleitung zu den Möglichkeiten der Vorsorgemaßnahmen im Falle von Unfall, Krankheit oder Alter, erklärte er die Unterschiede zwischen Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung . Dabei machte er sofort klar, dass man die Instrumente der Vorsorge auch genau verstehen müsse, bevor man eine Entscheidung treffe. „Weder Ehepartner, Verwandte und auch kein Anwalt haben eine gesetzliche Vertretungsmacht“, so Hylek. „Hat man nicht frühzeitig und ausreichend selbst vorgesorgt, tritt im Bedarfsfall automatisch das gerichtliche Betreuungsverfahren in Kraft“.  Anhand von praxisnahen Beispielen zeigte der Fachmann die Vor- und Nachteile einer solchen Betreuungsform auf und stellte am Ende fest: „Das wollen Sie nicht wirklich. Denn ohne Genehmigung des Gerichts geht nichts!“

Eine Vorsorgevollmacht dagegen schließe die Einmischung des Gerichts aus und biete darüber hinaus mehr Flexibilität und Absicherung.  Der Anwalt erklärte dann auch ausführlich, wie eine wirksame Vollmacht erstellt werden muss und wie praxistauglich diese ist. Dem Publikum wurde dabei schnell klar, dass auch dieses Verfahren seine Tücken hat. So warnte Hylek davor, in der Vollmacht Bedingungen zu stellen oder allzu voreilig Kreuzchen bei den vorgefertigten Formularen zu machen. Sie seien oft zu ungenau und nicht an die persönliche Situation angepasst. Zur Erstellung einer Vorsorgevollmacht empfahl er, sich von einem Rechtanwalt oder Notar beraten zu lassen.

„Grundsätzlich ist die Ausstellung einer Vollmacht immer Vertrauenssache, denn sie schützt nicht vor Missbrauch!“, so der Anwalt. Insbesondere sollte man auch auf die sogenannte Ausgestaltung der Innenverhältnisse achten, z.B. auf die Anweisung, nur im Fürsorgefall von der Vollmacht Gebrauch zu machen.  Auch das Rangverhältnis der Bevollmächtigten und die Festlegung der Richtlinien, nach denen der Bevollmächtigte handeln soll, sollten klar geregelt sein.

Im Unterschied zur Vollmacht, die eine gerichtliche Anordnung der Betreuung verhindern soll, setze die Betreuungsverfügung eine Betreuung bereits voraus und regle deren Ablauf.  „Die Betreuungsverfügung stellt lediglich eine Äußerung von Wünschen und Vorschlägen dar“, so Hylek. Diese Verfügung werde dann bei einer gerichtlichen Anordnung berücksichtigt. Das Gericht als auch der Betreuer seien aber nur eingeschränkt an die Betreuungsverfügung gebunden.

Im Unterschied zur Vollmacht oder der Betreuungsverfügung, diene die Patientenverfügung einem ganz anderen Vorsorgezweck. „Sie regelt die Einwilligung und Nichteinwilligung in ärztliche Maßnahmen für den Fall, dass der Patient sich selbst nicht mehr dazu äußern kann.“ Diese Patientenverfügung bestimmt im Vorhinein, ob und welche medizinische Behandlung in bestimmten Situationen erwünscht ist.“ Wie bei den vorangegangen Vertragsformen erläuterte der Anwalt genau die Anforderungen, Inhalte und Durchsetzung der Patientenverfügung.

Am Ende der Veranstaltung meinte Hylek, dass ihm bewusst sei, wie schwierig und aufwendig das Verfahren zur Erstellung einer Vollmacht und Patientenverfügung sei, aber er versprach dem Publikum auch, dass sie erleichtert sein würden, wenn sie diesen Schritt getan hätten.

Rechtsfragen Rund ums Ehrenamt

Der Vortrag richtet sich an Ehrenamtliche und deren Unterstützer in Kommunen, Wohlfahrts-verbänden, kirchlichen Einrichtungen sowie in freien Trägern und Selbsthilfegruppen in Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Einrichtungen sowie in freien Trägern und Selbsthilfegruppen.

Themen sind Rechtsformen ehrenamtlicher Tätigkeit, Versicherungen: z.B. Haftpflicht- und Unfallversicherung, Ehrenamtsversicherung, Haftungsfragen bei Fahrgemeinschaften,         
Presserecht und Urheberrecht z. B. bei Vorgaben für die Erstellung von Flyern und beim Internetauftritt sowie die Verwendung von Texten, Bildern und Fotos.

Die Informationsveranstaltung mit der Rechtsanwältin Renate Mitleger-Lehner findet am 21. April 2018 von 9:30 – 13:30 Uhr in der Germeringer Insel im „Zenja“, Planegger Str. 9, statt.

Kosten: 10,- € oder 15,- € für Ehrenamtliche/Freiwillige, die nicht in Germering tätig sind. Für Hauptamtliche 30,- €

Anmeldung bei der Germeringer Insel unter der Tel.: 089/8405358 oder info@germeringerinsel.de ist erforderlich.

Mehrwegbecher für „COFFEE-TO-GO“ Im Café Zenja

Übergabe der 50 gesponserten Becher für das Café Zenja im Stadtmarketing-Büro „Löwenzahn“: Herbert Krause (Umweltbeirat), Professor Joachim Vossen (Stadtmarketing),  Leonie Seyfried (Café Zenja), Petra Tech (Stadt Germering/Wirtschaftsangelegenheiten), StR Albert Metz (Gewerbereferent) und Andreas Haas (Oberbürgermeister).Übergabe der 50 gesponserten Becher für das Café Zenja im Stadtmarketing-Büro „Löwenzahn“: Herbert Krause (Umweltbeirat), Professor Joachim Vossen (Stadtmarketing),  Leonie Seyfried (Café Zenja), Petra Tech (Stadt Germering/Wirtschaftsangelegenheiten), StR Albert Metz (Gewerbereferent) und Andreas Haas (Oberbürgermeister).

Allein in Deutschland landen täglich 320.000 Einwegbecher pro Stunde im Müll. Um diesem umweltbelastenden Phänomen entgegenzutreten, hat sich nun auch das Café Zenja dazu entschlossen, das Mehrwegbecher Pfandsystem RECUP einzuführen.

Das Café Zenja ist das „Herzstück“ des Mehrgenerationenhauses und ein offener Treff für Jung und Alt. Es ist barrierefrei zugänglich und bietet seinen Gästen eine Auswahl an Fairtrade-Produkten an.

„Jegliche Vermeidung von Müll liegt mir persönlich sehr am Herzen“, so Chefin Leonie Seyfried bei der Übergabe der gesponsorten Becher im Stadtmarketing-Büro. „Daher ist die Einführung von Mehrwegbechern nur der nächste konsequente Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.“

Die Vorteile liegen auf der Hand: Das System ist in München und dem Umland bereits gut etabliert und bietet ein großes Netz an Akzeptanzstellen. Derzeit bieten über 200 Coffee-to-go-Verkaufsstellen Heißgetränke für 1€ Pfand im zu 100% recyclebaren RECUP-Becher an und nehmen die Becher auch wieder zurück.

Die Stadt Germering unterstützt in einer Aktion alle Cafés, Bäckereien, Tankstellen und möglichen Coffee-to-go-Verkaufsstellen und sponsert die ersten 50 Becher!

Informationen zu RECUP und den Akzeptanzstellen findet man unter www.recup.de oder in der RECUP-App unter //app.recup.de.

Selbsthilfegruppe für Krebserkrankte braucht Unterstützung

Die Selbsthilfegruppe für Krebserkrankte mit Tumorerkrankungen jeglicher Art besteht unter der Trägerschaft der Bayrischen Krebsgesellschaft schon seit vielen Jahren. In der Selbsthilfegruppe haben sich Betroffene zusammengefunden, um sich mit spezifischen Informationen und Wissen den Lebensalltag zu erleichtern vor allem aber auch um sich gegenseitig menschliche Hilfestellungen und Zuwendung zu geben.

Die Ganzheitstherapie begreifen lernen, aktiv mitarbeiten, verlorengegangene Lebensqualität zurückgewinnen, dies ist am besten möglich in einer solchen Selbsthilfegruppe. Den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe für Krebserkrankte ist es auch wichtig, Zeit zu haben für ein Gespräch, für Geselligkeit, für Musik, für einen schönen Text, für den Blick auf einen Baum, eine Blume!

Jetzt braucht die Gruppe selbst Unterstützung!

Sie sucht eine/n neue/n Leiter/in, die/der die 14-tägigen Gruppentreffen in der Germeringer Insel organisiert und mit Hilfe die anderen Gruppenmitglieder durchführt.

Wenn Sie selbst betroffen sind oder betroffen waren oder Angehörige/r eines/r Betroffenen sind und sich von der Aufgabe angesprochen fühlen, dann nehmen Sie bitte Kontakt auf mit der Freiwilligenagentur/Selbsthilfekontaktstelle der Germeringer Insel, Planegger Str. 9, Tel.: 089 / 840 53 58 auf.
Öffnungszeiten:  Do 9.00 – 11.00 und 14.00 – 17.00 Uhr und Fr 9.00 – 12.00 Uhr
Ansprechpartnerin: Monique Braun für die Selbsthilfekontaktstelle

 

AKTUELLES

25. April 2018
Selbsthilfegruppe ECHO
"Wir pfeifen drauf": Gemeinsam gegen das Geräusch im Ohr

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Vorsorge treffen mit Vollmacht und Verfügungen
Vortrag mit Rechtsanwalt Walter Hylek
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21. April 2018
Vortrag "Rechtsfragen rund ums Ehrenamt"
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Mehrwegbecher für „COFFEE-TO-GO“ Im Café Zenja
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Selbsthilfegruppe für Krebs braucht Unterstützung
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Kontakt

GERMERINGER INSEL

Planegger Strasse 9
82110 Germering
Tel.: (089) 8 40 53 58
Fax: (089) 8 40 49 20
E-Mail: info@germeringerinsel.de

Mo, Di, Do, Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Mo 14.00 - 18.00 Uhr
Do 14.00 - 17.00 Uhr

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